INTERVIEW: goood – sozialer Mobilfunkanbieter in Deutschland

Am Sonntag endet die Crowdfunding-Kampagne zu goood – durch Telefonie die Welt verändern!, die ich als Berater von Anfang an begleitet habe. Die Idee hinter goood ist es, einen sozialen Mobilfunkanbieter für Deutschland zu schaffen, also ein social business aufzubauen. Sozial deshalb, weil 10% der Telefoniepaket-Preise an eine gemeinnützige Organisation deiner Wahl gehen. Jedes Monat. Claudia Winkler ist eine der Mit-GründerInnen des Start-Ups. Sie hat mir im Interview erzählt, warum sie goood gegründet und eine Crowdfunding-Kampagne gestartet und welche Erfahrungen sie damit bisher gemacht haben.

Wolfgang: Liebe Claudia, du bist Gründungsmitglied von goood. Stell dich und das Projekt bitte kurz vor.

Claudia: Hallo, ich bin Claudia. Als Telekommunikationsexpertin habe ich in den letzten 15 Jahren verschiedene Telekom-Marken in ganz Europa erfolgreich aufgebaut. Nun bin ich an einem Punkt, an dem ich etwas zurückgeben möchte – so wie meine Kollegen auch. Genau deshalb haben wir goood – Deutschlands sozialen Mobilfunkanbieter – gegründet. goood ist unser Herzensprojekt. Wir sind ein spannendes, bunt gemischtes Team aus Telekom und Non Profit Experten mit einer gemeinsamen Vision: Mit unserem Tun Positives für die Gesellschaft zu bewirken.

Wolfgang: Wie funktioniert goood genau? Wie können NGOs mit euch kooperieren? 

Claudia: Sozialer Mobilfunkanbieter bedeutet, dass wir zusammen mit unseren Partnern surfen und telefonieren nicht nur besonders günstig anbieten, sondern 10% der Grundgebühr an gemeinnützige Organisationen gehen. Zusätzlich re-investieren wir 25% unserer jährlichen Profite in soziale und nachhaltige Projekte. 

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Das goood-Team. Foto: goood

Wolfgang: Ihr habt momentan eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext laufen. Worum geht’s dabei?

Claudia: Wir sehen Crowdfunding als Unterstützung in unserer jetzigen Startphase, die gut zu unserem Konzept passt. Die Unterstützung auf startnext.de erlaubt uns bereits jetzt, einige für uns wichtige Punkte zu realisieren, wie zum Beispiel die Telefonpatenschaften. Diese wären ohne der die Crowd nicht möglich. Es ist großartig zu sehen, wie viel Zuspruch wir bekommen.

Wolfgang: Welche Gegenleistungen bzw. Dankeschöns erhält man als Unterstützer?

Claudia: Die Dankeschöns reichen von Telefonpatenschaften, über super exklusive Early-Bird-Telefonie-Pakete bis zur Teilnahme an unserer Launch-Party. Seit wir unser Funding-Ziel erreicht haben, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, auf unserer Startnext-Seite für unseren Partner – das Deutsche Kinderhilfswerk – fünf Euro zu spenden, die wir verdoppeln.

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Das goood-Tarifpaket. Foto: goood

Wolfgang: Welche Tipps bzw. Learnings habt ihr bisher aus dem Crowdfunding mitnehmen können?

Claudia: Es ist essentiell, vor dem eigentlichen Start der Crowdfunding-Kampagne bereits eine Community aufgebaut zu haben. Crowdfunding darf auch vom Aufwand her nicht unterschätzt werden. Es ist unglaublich bereichernd bezüglich des Feedbacks, dass man erhält, gleichzeitig steckt aber auch sehr viel Liebe und Arbeit in einer Kampagne und in der Betreuung einer solchen. 

Wolfgang: Eurer Ziel habt ihr bereits erreicht. Welche Pläne habt ihr für die letzten Tage noch?

Claudia: Die größtmögliche soziale Wirkung. Wir fänden es super, wenn noch möglichst viele Leute Fan von unserer startnext-Seite und unserer Facebook-Seite werden, wenn noch ganz viele Telefonpatenschaften übernommen werden und viele Leute sich dazu entschließen würden, mit uns gemeinsam an das Deutsche Kinderhilfswerk zu spenden.

Wolfgang: Ich bin mir sicher, ein paar kommen noch dazu. Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

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